Weniger Flüchtlinge in Deutschland, aber vor Ort weiterhin viel ehrenamtliches Engagement nötig

 

Auch wenn in Deutschland die Zahl der Flüchtlinge 2017 auf gut 186.000 zurückgegangen, bleibt vor Ort viel Arbeit für den Cölber Arbeitskreises Flüchtlinge (CAF). Die rund 20 ehrenamtlichen Helfer_Innen betreuen nach wie vor etwa 65 Flüchtlinge. Zum Einen liegt es daran, dass der Landkreis die freiwerdenden Plätze in angemieteten Wohnungen immer wieder neu belegt wg. der günstigen Lage Cölbes und zum Anderen daran, dass Familien, die wegziehen, weiterhin mit ihren Fragen und Sorgen zu uns kommen.

Jede Woche montags ist das Begegnungscafe im Katholischen Pfarrheim eine Gelegenheit für die Flüchtlinge, sich zu treffen, sich untereinander auszutauschen, aber auch mit den zahlreichen Ehrenamtlichen viele Fragen zu klären. Oft müssen Wohnungen gesucht oder Umzüge organisiert werden. Immer wieder sind lange Formulare auszufüllen, die selbst Deutschen Kopfzerbrechen bereiten. Auch geht es um Sprachkurse, rechtliche Fragen oder Arbeitsgelegenheiten. Nicht zuletzt sind hin und wieder in den Wohngruppen auftretende Spannungen zu lösen. Hier ist jeder Wohngruppe ein Ehrenamtlicher zugeordnet, der in regelmäßigem Kontakt mit den Bewohnern steht.

Ein weiterer beliebter Treffpunkt für die Flüchtlinge ist die „Cölber Fundgrube“, die rund sieben ehrenamtliche Helfer_Innen organisieren und zweimal die Woche öffnen. Längst werden nicht nur gut erhaltene Kinder- und Erwachsenenkleidung, sondern auch Schuhe, Haushaltsgegenstände und Kleinmöbel angeboten. In einer Fahrradwerkstatt werden alte Räder wieder flott gemacht.
Die “Cölber Fundgrube“ steht nicht nur geflüchteten Menschen zur Verfügung, sondern allen Bürgern, die dies oder jenes benötigen und mit der Wiederverwendung von Dingen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Müllvermeidung leisten wollen.

Die Integration der Geflüchteten in unsere Gesellschaft ist eine mühselige, langwierige aber auch zufriedenstellende Arbeit für die zahlreichen ehrenamtlich Tätigen des Cölber Arbeitskreises Flüchtlinge. Viele Bürger unterstützen die Arbeit durch großzügige Sachspenden an die „Cölber Fundgrube“.
Der Gemeinde Cölbe erspart die geleistete ehrenamtliche Arbeit viele Kosten, die z.B. durch unbetreute Flüchtlinge entstehen würden. Andere Gemeinden, z.B. Kirchhain, haben dafür hauptamtliche Angestellte.
Insgesamt sichert es ein friedliches Zusammenleben Aller in Cölbe!

(CAF, Thomas Rotarius, 20.1.18)