Viele Kontakte beim internationalen Frauenfrühstück in Cölbe

Viele Kontakte beim internationalen Frauenfrühstück in Cölbe

Mehr als 50 Frauen waren der Einladung des Cölber Arbeitskreises Flüchtlinge (CAF) zu einem internationalen Frauenfrühstück im katholischen Pfarrheim gefolgt, rund die Hälfte Einheimische aus Cölbe und Umgebung. Die anderen Frauen hatte ihre Flucht aus ganz unterschiedlichen Ländern in unsere Region verschlagen, die meisten von ihnen aus Syrien, Äthiopien und dem Irak.

Ute Ramb, als Gemeindereferentin für die Cölber Kirche St. Maria Königin zuständig, begrüßte die Gäste. Alle gemeinsam gedachten der Opfer des rechtsradikalen Terrorangriffs auf Muslime im neuseeländischen Christ Church. Viele Frauen hatten ihre Kinder mitgebracht, die von einer Kollegin des Vereins „Junge Entwicklung fördern“ betreut wurden. Alle trugen etwas zum reichhaltigen Frühstücksbüfett bei. Arabische, afrikanische und deutsche Köstlichkeiten standen zur Auswahl. Als Highlight wurde eine „Cölber Torte“ empfunden, die eine Syrerin beisteuerte.

Hadeel Elfarra, eine Marburgerin mit palästinensischen Wurzel und für Fragen der Familienbetreuung und Gewaltprävention zertifiziert, stellte ihre Hilfsangebote vor. Zwei geflüchtete Frauen – die eine angehende Zahnärztin, die andere angehende Kindergärtnerin – tauschten ihre ganz unterschiedlichen Erfahrungen mit dem deutschen Bildungssystem aus.

Alle geflüchteten Frauen betonten, wie wohltuend sie ihren Start in Cölbe in Erinnerung haben. Die Fundgrube des CAF, aus der sie sich mit Kleidung, Fahrrädern und Gegenständen des täglichen Bedarfs versorgen konnten, fanden sie sehr hilfreich. Fast noch wichtiger waren ihnen jedoch die vielfältigen menschlichen Kontakte in ungewohnter neuer Umgebung nach traumatischen Fluchterlebnissen. Viele von ihnen wohnen inzwischen in anderen Orten des Landkreises, kommen aber immer gern nach Cölbe zurück.

Für freundliche finanzielle Unterstützung des Frauenfrühstücks dankt der CAF der Aktion „Misch mit!“, dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und dem hessischen Landesprogramm „Hessen aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“.