Alltagsguide für Flüchtlinge in Cölbe

Frau Scheffer, Sozialarbeiterin beim Landkreis Marburg-Biedenkopf, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, Tel 06421 405-1679, Email SchefferG@marburg-biedenkopf.de  teilt die Ankunft der Flüchtlinge einer Kontaktperson vor Ort mit.

Ein Betreuer des Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge (CAF) begrüßt die Flüchtlinge in der Wohnung und erklärt ihm notwendige Dinge rund ums Wohnen:

  • Leitungswasser wird in Deutschland stärker kontrolliert als Mineralwasser und in der Marburger Region einwandfrei (PDF)
  • Waschmaschine und Trockenmöglichkeiten erklären
  • Nachtruhe erklären
  • Mülltrennung erklären: Schaubild in der Wohnung (Infoflyer)
  • Mülleimer (außen) zeigen
  • Müllabfuhrkalender erklären: wo muss wann der Müll an die Straße gestellt werden
  • Pfandsystem erklären
  • Einkaufsmöglichkeiten beschreiben und wenn möglich zeigen
  • Bahn- und Bussystem und Haltestellen erklären

Am Wohnort müssen sich die Flüchtlinge bei der Gemeinde anmelden. Hierfür brauchen sie die „Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender“ (BÜMA) und in Zukunft den Ankunftsnachweis, der ab Februar 2016 bundesweit ausgestellt wird. Außerdem ist nach dem neuen Bundesmeldegesetz eine Wohnungsgeberbestätigung erforderlich (Formular). Bei der Zweitunterbringung ist der Landkreis der Wohnungsgeber und kümmert sich auch in Person des zuständigen Sozialarbeiters um die Bestätigung. Von der Gemeinde erhalten sie dann eine Meldebestätigung.

  • Gemeindebüro, Kasselerstr. 88, OT Cölbe, Tel 06421 9850-0, Email gemeinde@coelbe.de , Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12 Uhr, Mo 14-16 Uhr, Di und Mi 14-15 Uhr, Do 14-18 Uhr

Weitere Informationen zum Leben in der Gemeinde Cölbe: www.coelbe.de

  • Kommunale Kindertagesstätte „Löwenzahn“, Breslauer Straße 1, OT Cölbe, Erika Völker (Leiterin), Tel 06421 1836079, Mobil 0160 8806842
  • Evangelische Kindertagesstätte „Vogelnest“, Lutherstraße 9, OT Cölbe, Cordula Henseling (Leiterin), Tel 06421 82447, Email coelbe@ekkw.de
  • Evangelischer Kindergarten Schönstadt, Am Kindergarten 2, OT Schönstadt, Holger Grunewald (Leiter), Tel 06427 8480
  • Kommunale Kindertagesstätte „Lummerland“, Ohmtalstraße 24, OT Bürgeln, Sabine Kirchhein (stellv. Leiterin), Tel 06427 488, Email kita-lummerland@unitybox.de
  • Grundschule Cölbe, Schulstr. 4, OT Cölbe, Wilhelm Hüls (Schulleiter), Tel 06421 982013, Email post@lindenschule-coelbe.de, gs.coelbe.schule.hessen.de
  • Grundschule Bürgeln-Betziesdorf, Baumgartenstr. 12, OT Bürgeln, Anne Mainusch (Schulleiterin), Tel 06427 586, Email verwaltung@grundschule-buergeln.de
  • Grundschule Schönstadt, Alte Poststr. 24, OT Schönstadt, Marion Lather (Schulleiterin), Tel 06427 930-851, Email Schule.Schoenstadt@t-online.de

Zu Fragen der Verhütung und hierbei entstehender Kosten beraten Gynäkologen und zum Beispiel Pro Familia. Pro Familia Frankfurter Str. 66, Tel 06421 21800, Email marburg@profamilia.de Öffnungszeiten: Mo 10:00–13.00 Uhr und Do 15:00–18:00 Uhr, Termine nach Vereinbarung. Für den Antrag bitte Leistungsbescheid und Pass mitbringen.

Schwangerschaft

  • Bei der Vermutung einer Schwangerschaft möglichst bald einen Termin beim Gynäkologen machen, die Wartezeiten sind oft lang. Die Praxis sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein, damit die Geflüchtete den Arztbesuch besser selbst organisieren kann.
  • Wenn der Mutterpass vorliegt, mit dem errechneten Geburtstermin eine Hebamme für die Betreuung währen der Schwangerschaft suchen (Übersicht).
  • Jetzt kann auch der Mehrbedarf bei Schwangerschaft und die Schwangerschaftskleidung sowie Babykleidung beantragt werden. Nähere Informationen gibt es beim zuständigen Sozialarbeiter bzw. Fallmanager. Das Formular kann im Internet ausgedruckt werden oder per Mail beim zuständigen Sachbearbeiter. Hierzu bitte den Mutterpass kopieren und beifügen oder beim Amt
  • Das Geld darf nur zweckgebunden ausgegeben werden, daher unbedingt die Quittungen aufheben und dem Sachbearbeiter bzw. Fallmanager vorlegen
  • Da viele Paare keine gültige Heiratsurkunde haben, müssen unbedingt beide Elternteile beim Jugendamt des Landkreises (Tel 405-0) die Sorgerechtserklärung und der Vater die Vaterschaftsanerkennung beantragen mit Termin und
  • Bei geplanter Entbindung im UKGM ca. zwei Wochen vor Entbindung im Kreißsaal vorstellen (Termin über Tel 06421 5864417). Hier erfolgt der MRSA Abstrich und es wird eine Anamnese erhoben. Dolmetscher

 

Nach der Geburt

  • Nach der Geburt haben Mutter und Kind Anspruch auf Betreuung durch eine Hebamme (Übersicht). Bevor die junge Mutter entlassen wird, bitte im Krankenhaus fragen, ob schon Hörscreening und die U2 gemacht wurden. Wenn nicht dann bitten, dass die Untersuchungen noch dort gemacht werden, sonst muss man gleich wieder zum Kinderarzt. Die U3 hat dann noch 6 Wochen
  • Geburtsurkunden können beim Standesamt des Geburtsortes abgeholt werden. Am besten vorher anrufen, ob sie fertig sind, und dann 10 € mitbringen. In Marburg liegt das Standesamt in der Frauenbergstraße 35 (Businien 1, 2, 4, 6, 13, Haltestelle Stadtbüro).
  • Eine Geburtsurkunde beim Amt vorlegen und evtl. gleich Asylantrag für das Neugeborene stellen.
  • Den Säugling bei der Krankenkasse, sofern die Eltern schon krankenversichert sind, anmelden (Geburtsurkunde).
  • 6 Wochen nach Entbindung sollte die Nachuntersuchung beim Gynäkologen sein. Termin
  • Kinder- und Elterngeld beantragen (s. nächsten Punkt 5)
  • Bitte zu allen Amtsbesuchen den Ausweis und Reisepass mitbringen, das gilt auch für den Dolmetscher beim Besuch im Jugendamt.

 

Das „Netzwerk Geburt“ ist ein Zusammenschluss von Hebammen, Geburtshäusern, Kliniken, Ärztinnen und Ärzte, Gesundheitsamt und Beratungsstellen der Universitätsstadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Auf der Webseite finden Sie alle Kontaktdaten der Ansprechpartner.

Zum Hauptantrag (K1) ist für jedes Kind, für das Kindergeld beantragt wird, eine „Anlage Kind“ auszufüllen. Unbedingt auch die Steuer-Identifikationsnummer eintragen. Diese Formulare und Geburtsurkunde an die Familienkasse, Vitalisstr. 1, 36251 Bad Hersfeld senden. Hier können auch Fragen zum Kindergeld gestellt werden: Tel 0800 4555530 (Anruf kostenfrei), Mo, Di, Fr 8:00–12:00 Uhr und Do 8:00–18:00 Uhr, Email Familienkasse-Hessen@arbeitsagentur.de. Die Bearbeitungszeit kann 4-6 Wochen dauern. Bitte eine Kopie an den Sachbearbeiter senden, da das Kindergeld als Einkommen angerechnet wird.

Auch Flüchtlinge mit einer befristeten Aufenthaltserlaubnis haben Anspruch auf Erziehungs- und Elterngeld. Voraussetzung ist, dass sie sich mindestens drei Jahre rechtmäßig in Deutschland aufhalten. Das Elterngeld ist eine staatliche Unterstützung für Eltern, die ihr Kind nach der Geburt eine Zeit lang selbst betreuen möchten und deshalb während dieser Zeit nicht oder nicht voll erwerbstätig sind. Auch Eltern, die vor der Geburt nicht berufstätig waren, können Elterngeld erhalten. Hilfe beim Ausfüllen der Anträge finden Flüchtlinge im Stadtbüro Abt. Versorgungsamt, Marburg, Frauenbergstr. 35, EG Zimmer 7 jeden 1. Mittwoch im Monat 9:00–12.00 Uhr und 13:00–16:00 Uhr. Kopie des Antrages beim Sachbearbeiter abgeben oder per Post senden. Hier auch vorher die ID Nr. eintragen.

Um Geld für den Lebensunterhalt nach Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG ) zu erhalten, müssen sich Flüchtlinge bei der Stelle für Asylleistung melden und einen Antrag auf Leistungen nach dem AsylblG stellen (wird i.d.R. am Zuweisungstag zusammen mit den Flüchtlingen ausgefüllt und an die Leistungsabteilung weitergegeben). Außerdem müssen sie eine gültige „Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender“ (BüMA) vorlegen. Die Asylleistungsstelle stellt auch Krankenscheine aus – einen „allgemeinen“ und einen für den Zahnarzt. Die Krankenscheine werden auch per Post zugeschickt.

  • Asylleistungsstelle, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, Frau Cakilci; 1. OG, Z 107; Tel 06421 405-1677; Email CakilciR@marburg-biedenkopf.de (für Cölbe zuständig); Öffnungszeiten: Mo-Fr 8–14 Uhr Anfahrt mit ÖPNV: Zug Cölbe-Südbahnhof und dann Buslinie 6 bis „Kreishaus“

Wenn der Asylantrag abgelehnt wird, die Flüchtlinge aber weiterhin eine legale Berechtigung für einen Aufenthalt bekommen, erhalten sie bei Bedürftigkeit Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylblG).

Asylsuchende Flüchtlinge können mit dem Krankenschein (Asylleistungsstelle s. Punkt 5) zu einem der Ärzte im OT Cölbe gehen. Die Ärzte sind über den Leistungsumfang informiert. Wenn Medikamente verordnet werden ist es wichtig, dass dann auf dem Rezept „Befreiung von der Zuzahlung“ angekreuzt wird.

  • Dr. med. Christina Tschammer, Dr. med. Falk Rainer Knüppel und Dr. med. Nikolaus Vogt (Allgemeinmedizin), Kasseler Str. 92a, OT Cölbe, Tel 06421 9845-0; Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 8-13 und 15-18 Uhr, Mi, Fr 8-13 Uhr
  • Praxis Dr. med. Waltraud Beil (Allgemeinmedizin), Espenhausen 2a, Cölbe, Tel 06421 1678237; Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do 8-12 Uhr, Di 8-12 und 17:30-19:30 Uhr, Fr 8-12 und 16-18 Uhr
  • Manfred Gölzhäuser (Kinderarzt), Kasseler Str. 102, OT Cölbe, Tel 06421 82324 Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr 9-11 Uhr; Di, Do 9-11 und 16-18 Uhr
  • Karolin Ritter und Katrin Reitzner (Zahnarztpraxis), Kasseler Str. 30, OT Cölbe, Tel 06421 82678; Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi, Fr 8-20 Uhr, Do 8-16 Uhr
  • Dr. med. dent. Hartmut Combecher, Kasseler Str. 98, OT Cölbe, Tel 06421 8124; Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-19 Uhr
  • Beatrix Brinkmöller, (Allgemeinmedizin), Hebertsbach 9, OT Schönstadt, Tel 06427 930940, Öffnungszeiten: Mo, Do 8:15–11:30 Uhr und 16:00–18:00 Uhr; Di, Mi, Fr 8:15–11:30 Uhr
  • Carmen Glässer, (Zahnarztpraxis), Hinter den Höfen 1 b, OT Bürgeln, Tel 06427 83 57; Öffnungszeiten: Mo, Do, Fr 8:00–12:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr; Di 8:00–16:00 Uhr; Mi 8:00–12:00 Uhr

In Notfällen, wenn kein Arzt erreichbar ist oder es akute Lebensgefahr besteht, kann die 112 oder 110 gewählt werden.

Anerkannte Flüchtlinge, die in den Rechtskreis des SGB II wechseln und das 15. Lebensjahr vollendet haben, wählen sich jetzt selbst unter den gesetzlichen Krankenkassen (AOK, Barmer, DAK etc.) eine Krankenkasse aus. Ärztliche Leistungen werden jetzt über diese Krankenversicherung abgedeckt.

Hierfür Formular ausfüllen, dann auf dem Formular den Leistungsbezug vom Fallmanager des KJC bestätigen lassen und schließlich das Formular bei der ausgewählten Krankenkasse abgeben. Das KJC bezahlt die Beiträge nach eingegangener Bestätigung durch die Krankenkasse.

Gesetzliche Krankenkassen mit einer Kundenberatung in Marburg:

  • AOK, Untergasse 8, Marburg. Tel 06404 9242000
  • BARMER GEK, Gerhard-Jahn-Platz 1, Marburg, Tel 0800 33 20 60-48 62 50
  • BKK Gesundheit, Emil-von-Behring-Str. 76, Marburg, Marbach, Tel 06421 30149-0
  • KKH Kaufmännische Krankenkasse, Erlenring 5, Marburg. Tel 0800 5548640554
  • Techniker Krankenkasse, Krummbogen 15, Marburg, Tel 06421 6092-50
  • „Cölber Fundgrube“ links neben Gemeindehalle, OT Cölbe, Friedhofstr. 2, geöffnet Di 17–18 Uhr und Do 10-11 Uhr.
    Die Cölber Fundgrube ist vorübergehend geschlossen!
  • Marburger Kleiderkammer„, Am Krekel 45, Marburg, Tel 06421 9710025, Kleiderausgabe: Mo, Di, Do und Fr 10:00–12:00 Uhr; Mi 13:00–17:00 Uhr (für Familien mit betreuungspflichtigen Kindern und Sprachkurs-TeilnehmerInnen); Kleiderannahme: Mo–Fr 8:30–14:00 Uhr. Ansprechpartnerin: Frau Schnell. An den Wochenenden ist die Kleiderkammer geschlossen.
  • Gebraucht kaufen in Marburg und Umgebung

Um Leistungen vom Landkreis zu erhalten, ist es notwendig ein Bankkonto zu eröffnen. Hierfür müssen die „Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender“ (BüMA) und die Meldebestätigung der Gemeinde vorliegen.

Wichtig ist, dass Betreuer bei der Kontoeröffnung mitgehen und den Sachverhalt auch mit der Geldkarte so gut wie möglich erklären. Da die Kontoeröffnung rund 30 Minuten dauert, sollte vorher telefonisch ein Termin mit der Sparkasse oder der VR-Bank vereinbart werden:

  • Sparkasse Marburg Biedenkopf, Filiale Cölbe, Heidestr. 7, Tel 06421 873030
    Öffnungszeiten: Mo–Fr 9:00–12:00 Uhr und Di und Do 14:00–18:00 Uhr
  • VR Bank HessenLand, Filiale Cölbe, Lückenstr. 3, Tel 06631 7937 4000
    Öffnungszeiten: Mo, Di, Do und Fr 9:00–12:00 Uhr und Do 14:00–18:00 Uhr

 

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch haften Sie für alle Schäden, die Sie verursachen. Eine Privathaftpflichtversicherung übernimmt Schäden, die Sie in einem unachtsamen Moment, aufgrund einer leichtsinnigen Tat oder vergessenen Pflicht verursachen.

Mit ungewisser Aufenthaltsdauer können Flüchtlinge für Telefonie- und Internetzugang jetzt auch monatlich kündbare Handytarife wählen, die wesentlich günstiger sind als die Prepaidtarife. Angebote können z.B. mit all-net-flat.de verglichen werden. Günstige Auslandstarife z.B. nach Syrien für 12 ct/min bietet Lycamobile an. Hausbesitzer können an ihren Router in der vermieteten Wohnung eine Plug-and-Play-Box (z.B. von sorglosbox für rund 20 €/Monat ohne Mindestvertragslaufzeit) anschließen, die sie von der Störerhaftung befreit und den Mietern eine Flatrate ins Internet bietet.

Autoführerschein

Der Führerschein eines Flüchtlings ist in Deutschland ab dem Tag der Einreise 6 Monate gültig, dann muss er umgeschrieben werden. Fahrerlaubnisbehörde Landkreis Marburg-Biedenkopf, Lichtenholz 60, 35043 Marburg Tel 405-1608, 405-1609, 405-1651, 405-1657 Öffnungszeiten: Mo-Fr 7-14 Uhr, Sa 8-12 Uhr

Für die Umschreibung sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Pass oder als Ersatzpapier einen Reiseausweis
  • Sehtest
  • Erste Hilfe Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort“
  • Führerschein in deutscher Übersetzung von einem anerkannten Dolmetscher
  • Theoretische Prüfung (auf Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Kroatisch, Spanisch oder Türkisch)
  • Praktische Prüfung (Anweisung des Prüfers sind auf Deutsch und müssen auch verstanden werden).

Mit dem Projekt „First Step“ – finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und durchgeführt vom Mittelhessischen Bildungsverband / Arbeit und Bildung e.V. – kann der Erwerb des Führerscheins begleitet / unterstützt werden. Die Finanzierung des Führerscheins muss jedoch von dritter Seite gesichert sein.

Nähere Informationen: Mittelhessischer Bildungsverband, Projekt First Step, Frau Cimbora, unter 06421 407 134 oder offene Sprechstunde (ohne Voranmeldung) jeden Do 9-11 u. 12-14 Uhr in der Neuen Kasseler Str. 2, nahe Bahnhof.

 

Autokauf

Wenn Sie ein Auto kaufen wollen, müssen Sie auch immer damit rechnen, dass Betrüger mit immer neuen Tricks versuchen Sie zu täuschen. Am besten Sie haben einen Menschen Ihres Vertrauens zur Seite, der sich auskennt oder Sie informieren sich auf der Webseite „Initiative sicherer Autokauf„.
Grundsätzlich gilt beim Autokauf Bezahlung per Bargeld nach der Unterzeichnung des schriftlichen Kaufvertrages und bei Übergabe aller Dokumente sowie der Schlüssel. Auf keinen Fall Geld per Western Union, MoneyGram oder ähnliche Anbieter überweisen! Da kann eine Anzahlung von ein paar Tausend Euro schnell unwiderbringlich weg sein!

Die BüMA wird in der Regel für 4 Wochen ausgestellt und sollte rechtzeitig (in der letzten Woche vor Ablauf) bei der Ausländerbehörde verlängert werden, da es ansonsten keine rechtliche Grundlage zur Auszahlung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) gibt. Die BüMA ist nur gültig mit biometrischem Bild, Unterschrift und Siegel. Da die Verlängerung jeweils auf dem Dokument eingetragen wird, bitte nicht laminieren!

  • Ausländerbehörde, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, Tel 06421 405-1255, Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 8-12 Uhr Anfahrt mit ÖPNV: Zug Cölbe-Südbahnhof und dann Buslinie 6 bis „Kreishaus“

Wenn der Asylantrag anerkannt wird, verlassen die Flüchtlinge den Rechtskreis des Asylbewerberleistungsgesetzes und erhalten in Zukunft bei Bedürftigkeit Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch SGB II – das Arbeitslosengeld II (ALG II oder auch „Hartz IV“ genannt). Zuständig ist jetzt das KreisJobCenter (KJC), Raiffeisenstr. 6, 35043 Marburg, Tel 06421 405-70 www.kreisjobcenter.marburg-biedenkopf.de, Öffnungszeiten: Mo–Do 7:30–16:00 Uhr, Fr 7:30–14:00 Uhr. Anfahrt mit ÖPNV: Zug Cölbe – Südbahnhof und dann Buslinie 6 bis „Kreishaus“.

  • Ansprechpartner für Flüchtlinge ist zunächst das „Team Migration“,
    Tel 06421 405-7167, Email migration@marburg-biedenkopf.de
    Teamleitung: Beate Brand-Becker, Tel 06421 405-7185
    Im „Team Migration“ wird auch jedem Flüchtling ein fester Ansprechpartner, ein Fallmanager, zugeordnet.

Die Leistungen erfolgen nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“. Ziel des SGB II ist es, die Eigenverantwortung von Leistungsempfängern zu stärken und dazu beizutragen, dass sie ihren Lebensunterhalt aus eigenen Kräften und Mitteln sicherstellen können. Arbeitsfähige Personen sind daher verpflichtet, alles zu tun, um sich selbst zu finanzieren, sowie eine zumutbare Arbeit aufzunehmen. Aber es gibt auch umfangreiche Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten (Umschulung etc.). Darüber hinaus bestehen auch während des Leistungsbezuges Mitwirkungspflichten. Nähere Information gibt der Fallmanager.

Der Kurzantrag (in Arabisch, Dari, Farsi, Tigrinya, Urdu und Englisch) für einen Leistungsbezug ist meist schon beim Erstkontakt mit den Sozialarbeitern am Zuweisungstag ausgefüllt worden und wird an das KJC weitergeleitet. Zu diesem Antrag erhält der Leistungsempfänger nun einen Bescheid (in der Regel Leistungsgewährung über einen Gewährungszeitraum von 6 Monaten). Spätestens 4 Wochen vor dem Ende des Gewährungszeitraumes muss ein Folgeantrag gestellt werden, wobei die Leistungsvoraussetzungen neu geprüft werden.

Alle syrischen Flüchtlinge erhalten nach der ersten Leistungsbewilligung eine Einladung zu einem Einführungsvortrag zum SGB II in arabischer Sprache. Die Anwesenheit ist verpflichtend. Ein Dolmetscher ist dabei und Herr Schütz vom KJC, um die Daten von Wohnungssuchenden aufzunehmen. Fahrtkosten werden erstattet.

Neben dem Kurzantrag, der Anlage KDU (Kosten der Unterkunft und Heizung), der Anlage EK (Einkommenserklärung) und der Anlage VM (Vermögen) sind je nach Bedarf noch eine Reihe weiterer Anträge auszufüllen. Hier findet Ihr die entsprechenden Anträge zum Download. Zur Orientierung stellt das KJC eine Liste mit 80 Fragen und Antworten zum Download bereit: Deutsch, Englisch und Arabisch. Wenn Ihr hier nicht weiter kommt oder keinen Fallmanager erreicht, hat das KJC den Flüchtlingsinitiativen im Landkreis zugesichert, dass Susanne Schneider, Tel 06421 405-7179 (Leiterin Team Migration) oder Andrea Martin, Tel 06421 405-7130 (Leiterin KJC) Hilfe vermitteln.

Um Deutsch zu lernen, gibt es ein breitgefächertes Angebot für Flüchtlinge vom Kindergarten bis zur Berufstätigkeit und zum Hochschulzugang. Einen sehr guten Überblick mit detaillierten Informationen zu den einzelnen Kursen bietet die Dokumentation „Deutsch-Fördermaßnahmen für Flüchtlinge“.

Flüchtlinge aus den vier Ländern Syrien, Irak, Iran und Eritrea lässt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auch vor der Entscheidung über ihren Asylantrag für Integrationskurse zu (Antrag). Jeder Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs (600 Stunden) und einem Orientierungskurs (60 Stunden). Wichtig dabei ist, dass ab Zulassungsbescheid (BAMF) auf Teilnahme an o.g. Integrationskurs eine Frist von 3 Monaten gilt, in denen der Integrationskurs starten muss.

Die Anmeldung kann direkt bei einem Sprachkurs-Träger erfolgen, der am Nächsten zum Wohnort liegt. Der Träger stellt dann den entsprechenden Antrag auf Kostenübernahme. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf und Stadt Marburg bieten eine Reihe von Trägern Integrationskurse an (Liste).

Zuständig beim Landkreis Marburg-Biedenkopf für die Koordination von Deutschkursen ist Frau Alexandra Obermueller, Tel 405-1618, Email obermuellera@marburg-biedenkopf.de.

Martin Hedderich vom Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge (CAF) meldet Flüchtlinge zum Sprachkurs an und der CAF bietet einen Lerntreff an (Termine).

Beim Warten auf freie Plätze kann auch eine App helfen. Ohne Einschränkungen empfehlenswert sind nach Stiftung Warentest (4/2015) zwei Apps für Erwachsene: Das Lernprogramm „Ankommen“ vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und das Lernspiel „Lern Deutsch – Stadt der Wörter“ vom Goethe-Institut. Beide Apps bauen Wortschatz auf, trainieren die Sprachfertigkeiten Hören, Lesen und Schreiben und bieten sogar einige Grammatikübungen.

  • Für Arabisch steht uns hier Frau Kallas zur Verfügung Tel 06421 6978564, Mobil 0176 55190179.
  • Für andere Sprachen den Dolmetscherservice des Landkreises anrufen: DolMa-Koordinierungsstelle, Monika Schaal, Tel 06421 405-4185, Email dolma@marburg-biedenkopf.de, Servicezeiten Mo-Fr 8-12 Uhr (Infoflyer) Konkreten Einsatz bitte vorher mit Kurt Bunke oder Itika Bornschlegel Klose abklären, da mit Kosten verbunden (24 €/Std. plus Fahrtkostenbeteiligung). Das Büro für Integration (Klaus Schäfer) stellt jeder Flüchtlingsinitiative 400 €/Jahr für Dolmetscherdienste zur Verfügung.

Wenn es um beeidigte Übersetzungen von Zeugnissen und Urkunden geht, zunächst beim Kreisjobcenter die Kostenübernahme klären, dann Dokument digital oder als Kopie dem beeidigten Übersetzer für einen Kostenvoranschlag schicken und danach erst Auftrag mit Originaldokument (!) erteilen. Schließlich beim Ortsgericht Fotokopien beglaubigen lassen. Hier eine Adresse für einen beeidigten Übersetzer ins Arabische: Ben Abbes-Kaiser, Am Römischen Hof 12 a, 61352 Bad Homburg, Tel 06172/1710990 oder 0171 / 3580708, Email: benabbes-kaiser@t-online.de .

Nach der Asylanerkennung müssen Flüchtlinge aus den vom Landkreis angemieteten Unterkünften ausziehen und sich selbst eine Wohnung suchen (freie Ortswahl). Der Landkreis hat allerdings zugesichert, dass die Flüchtlinge in den Wohnungen bleiben können bis sie eine neue gefunden haben.

Bei der Anmietung sind Grenzen bezüglich der Wohnung und den Kosten zu beachten. Daher muss vor der Anmietung der neuen Wohnung mit dem KJC (bzw. – falls der Umzug in einen anderen Landkreis erfolgt – mit dem neu zuständigen Grundsicherungsträger) die Angemessenheit der neuen Wohnung abgesprochen werden. Zur Prüfung der Angemessenheit ist dem KJC eine Mietbescheinigung vorzulegen. Zur Orientierung stellt das KJC Marburg eine Tabelle mit den angemessenen Kosten bereit (PDF).

Der Landkreis ist bereit, Miete und Kaution direkt an den Vermieter zu überweisen.

Bzgl. des Umzuges bestehen auch Zuschuss-Möglichkeiten für Erstausstattung und Renovierung. Die Beantragung der eben genannten Kosten sollte vor dem Umzug erfolgen, damit es nachher keine Probleme bei der Kostenübernahme gibt.
Die Anmietung eines Umzugsautos wird vom KJC bezahlt. Bei den Autos genügen die Angaben aus der Internetrecherche für drei Anbieter, es kommt darauf an: Anmietung am Wochenende oder während der Woche, wieviel km. Die Firmen kalkulieren unterschiedlich: Mal ist „Miet mich“ aus Cappel an einem Wochentag am günstigsten und mal der Studibus an einem Wochenende.

  • Ansprechpartnerin für Wohnungsfragen im OT Cölbe ist Gisela Nagel-Rotarius (Tel 06421 84656) vom Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge (CAF).

In der selbstgemieteten Wohnung zahlen die Flüchtlinge für Energie, Wasser, Müll aus der eigenen Tasche. Über den richtigen Umgang informiert die Verbraucherberatung des Deutschen Hausfrauen Bundes (DHB). Auch über Verträge mit Stromversorgern oder Mobilfunkanbietern beraten Rechtsanwälte in der Geschäftsstelle Marburg.

Verbraucherberatung im DHB – Netzwerk Haushalt Steinweg 15, 35037 Marburg, Tel 06421 27277, Email: VerbraucherberatungMarburg@t-online.de , Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi 15–18 Uhr und Do 10–13 Uhr, Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt nach Terminabsprache.

In den ersten 3 Monaten besteht ein explizites Arbeitsverbot. Gemeinnützige „Arbeitsgelegenheiten“ können Flüchtlinge aber annehmen – sprich: Ein-Euro-Jobs.
Es wird empfohlen, sich schon in dieser Zeit beraten zu lassen, um die Möglichkeiten frühzeitig kennenzulernen. Nach 3 Monaten ist eine Erwerbstätigkeit auch als Praktikum oder Ausbildung möglich.
Mit der App „Anerkennung in Deutschland“ können sich Flüchtlinge über Möglichkeiten zur Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikationen informieren.

Hier findet Ihr eine Übersicht über die verschiedenen Maßnahmen, die Flüchtlingen den Arbeitsmarktzugang erleichtern sollen (Stand 1/2018).

Wenn Ihr keine Ansprechpartner erreicht, haben sich Frau Martin (Leiterin KJC) Tel 405-7130 und Beate Brand-Becker (Leiterin Team Migration im KJC) Tel 405-7185 bereit erklärt zu vermitteln.

  • Ansprechpartner vor Ort, sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche, finden Sie nach Gemeinden und Städten des Landkreises gegliedert in folgender Übersicht.
  • Die „Koordinierungsstelle Flüchtlingsinitiativen“ ist Ansprechpartnerin für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Auf der News-Webseite werden regelmäßig aktuelle Informationen veröffentlicht. Nurgül Santur, Integral, Kasseler Straße 70, 35091 Cölbe, Tel 06421 9854-60, Mobil 0151 161240-94 (in der Regel werktäglich bis etwa 13 Uhr erreichbar), Email koordinierungsstelle@integral-online.de
  • Der Landkreis Marburg-Biedenkopf bietet für erste Fragen oder Weiterleitung an die richtige Stelle eine zentrale Telefonnummer 06421 405-1919 und eine Emailadresse asylfragen@Marburg-Biedenkopf.de an. Weitere Informationen: www.miteinanderkultur.de.
  • Migrationsberatung sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche wird an verschiedenen Stellen im Landkreis angeboten Übersicht.
  • Eine kostenlose Rechtsberatung für Migrantinnen und Migranten bietet der Ausländerbeirat der Universitätsstadt Marburg jeden Donnerstag von 16:00–18:00 Uhr in der Geschäftsstelle an. Die Geschäftsstelle des Ausländerbeirats befindet sich im Rathaus (2. OG, Raum 15).

Der Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge (CAF) veranstaltet jeden Montag von 17:30-19:00 Uhr einen Begegnungstreff, zu dem die Flüchtlinge herzlich eingeladen sind.

  • Katholisches Pfarrheim, Gartenstr. 7, OT Cölbe

Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Cölber Arbeitskreises Flüchtlinge: www.coelber-arbeitskreis-fluechtlinge.de

  • Dieser Alltagsguide für Flüchtlinge im Landkreis Marburg-Biedenkopf wird herausgegeben vom Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge e.V. (CAF), Redaktion: Thomas Rotarius (Tel 0151 20704591, Email rotarius@rotamedia.de ).
  • Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text bei Berufsbezeichnungen die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter.
  • Anstelle des heute oft verwendeten Begriffs der „Geflüchteten“, reden wir von nach wie vor von „Flüchtlingen“, um an den historischen (Folgen der NS-Diktatur) und rechtlichen Hintergrund (Genfer Flüchtlingskonvention) zu erinnern.

Stand: 22.04.18

Hier der „Alltagsguide für Flüchtllinge in Cölbe“ komplett im PDF-Format zum Runterladen und Ausdrucken.